6.2
Film
Schauspiel
Lotte Loebinger
- Geboren
- Gestorben
- (im Alter von 93)
- Geburtsort
- Kattowitz
- Mitwirkende
- 51 Titel
Biografie
Die Tochter einer jüdisch-protestantischen Arztfamilie war nach dem Schulbesuch Kindergärtnerin, später Verkäuferin in Kiel. Nach dem frühen Tod der Eltern arbeitete sie im Kommunistischen Jugendverband mit. 1925 begann ihre schauspielerische Laufbahn in Breslau. Danach stand sie vor allem in Berlin auf der Bühne. 1929 bis 1931 spielte sie während einer ausgedehnten Tournee des Piscator-Kollektivs durch Deutschland und die Schweiz in dem Stück § 218 (Frauen in Not). In Fritz Langs Klassiker M gab sie 1931 ihr Filmdebüt.
Vor den Nationalsozialisten flüchtete die überzeugte Kommunistin nach Moskau, wo sie Theater spielte und in dem antifaschistischen Film Kämpfer auftrat. Während des Krieges war sie Sprecherin bei Radio Moskau und am Sender „Freies Deutschland“. Nach dem Krieg kam sie 1945 nach Berlin zurück. Hier spielte sie meist am Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater.
In Ost-Berlin spielte sie zunächst am Kleinen Theater unter den Linden, 1950/51 am Deutschen Theater, 1951 am Maxim-Gorki-Theater. Sie spielte 1946 in Gerhard Lamprechts Jugend- und Trümmerfilm Irgendwo in Berlin.[2]
Als Filmschauspielerin erhielt sie zahlreiche Neben- und Hauptrollen bei der DEFA und beim DFF.
So war sie in dem DEFA-Klassiker und Märchenfilm Der Teufel vom Mühlenberg von 1955 als Müllerin der Talmühle zu sehen. Sie war als Darstellerin die ideale Arbeitermutter mit sozialistischer Überzeugung; so als die Fürsorgerin Herta Scholz in Frauenschicksale. Als bitter und misstrauisch, aber nicht böse gewordene Bauersfrau Situra trat sie in Kurt Maetzigs Schlösser und Katen auf. Ab 1959 war sie auch in TV-Filmen zu sehen, z. B. 1967 als Mutter Mörschel in Kleiner Mann – was nun? Äußerst gegensätzliche Rollen spielte sie in zwei TV-Filmen von Thomas Langhoff: als schrullige Druckerei-Hilfsarbeiterin Klara in Ich will nicht leise sterben und als bornierte wie sympathische Kleinbürgerin Julia in Guten Morgen, du Schöne! nach einem Tonbandprotokoll von Maxie Wander.
Lotte Loebinger heiratete 1927 den Politiker Herbert Wehner. Bereits in der Zeit des sowjetischen Exils trennten sich ihre Wege, die Scheidung erfolgte erst später.
Loebinger war lange Jahre Mitglied der SED und Ehrenmitglied des Maxim-Gorki-Theaters.
Bekanntestes Werk
Bekannt für
6.2
Film
6.0
Film
Irgendwo in Berlin
5.7
Film
Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse
5.1
Film
Grüne Hochzeit
6.0
Film
Die Taube auf dem Dach
6.2
Film
Der Prinz hinter den sieben Meeren
7.2
Film
Ehe im Schatten
8.1
Film
Als Unku Edes Freundin war
3.8
TV
Der Staatsanwalt hat das Wort
6.1
Film
Für die Liebe noch zu mager
6.0
Film
Frauenschicksale
7.5
Film
Jan auf der Zille
6.8
Film
Als Martin vierzehn war
6.2
Film
Semmelweis – Retter der Mütter
8.2
Film
Der Teufel vom Mühlenberg
5.2
Film
Liebeserklärung an G.T.
6.0
Film
Sie kannten sich alle
7.3
Film
Straßenbekanntschaft
Schauspielerische Mitwirkung 51
| Jahr | Titel | Rolle |
|---|---|---|
| 1994 | Ein letzter Wille Film | Tina |
| 1993 | Adamski Film | Grandmother |
| 1991 | Ein Engel namens Flint TV | Ururgroßmutter (5 Ep.) |
| 1991 | Agentur Herz TV | Alte Frau (1 Ep.) |
| 1990 | Die Taube auf dem Dach Film | Linda's Mother |
| 1990 | Guten Morgen, du Schöne TV | Julia (1 Ep.) |
| 1989 | Grüne Hochzeit Film | alte Frau |
| 1989 | Testamente Film | Swetlana |
| 1986 | Jan auf der Zille Film | Muttchen |
| 1984 | Der Mann mit dem Ring im Ohr Film | |
| 1983 | Der Mann und sein Name Film | Alte Frau |
| 1982 | Der Prinz hinter den sieben Meeren Film | |
| 1981 | Als Unku Edes Freundin war Film | |
| 1980 | Das Mädchen Störtebeker TV | Tante Paula (5 Ep.) |
| 1979 | Abschied vom Frieden TV | Mother Kalivoda (3 Ep.) |
| 1978 | Blanka Film | Mutter Blanka |
| 1977 | Auftrag: Überleben Film | alte Frau |
| 1974 | Maria Film | Gurjanowna |
| 1974 | Für die Liebe noch zu mager Film | |
| 1974 | Zwischen vierzig und fünfzig Film | |
| 1973 | Der Wüstenkönig von Brandenburg Film | |
| 1971 | Liebeserklärung an G.T. Film | Frau Prestin |
| 1967 | Kleiner Mann – was nun? TV | (2 Ep.) |
| 1965 | Der Staatsanwalt hat das Wort TV | Anna Helm, Oma Mühlau (1 Ep.) |
| 1965 | Engel im Fegefeuer Film | |
| 1964 | Als Martin vierzehn war Film | Mutter Stammer |
| 1963 | Das russische Wunder Film | (narrator) |
| 1962 | Tempel des Satans Film | |
| 1960 | Der Moorhund Film | |
| 1960 | Toter Winkel Film | Grossmutter |
| 1959 | Musterknaben Film | |
| 1958 | Sie kannten sich alle Film | Frau Oswald |
| 1958 | Jahrgang 21 Film | Frau Schmidt |
| 1957 | Das tote Tal Film | Olga Petrowna Andrejanowa |
| 1957 | Schlösser und Katen Film | old Sikura |
| 1955 | 52 Wochen sind ein Jahr Film | Serbinowa |
| 1955 | Der Teufel vom Mühlenberg Film | Waldmüllerin |
| 1955 | Einmal ist keinmal Film | Muhme |
| 1954 | Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse Film | Emma Kramer |
| 1952 | Frauenschicksale Film | Hertha Scholz |
| 1950 | Das kalte Herz Film | Peters Mutter |
| 1950 | Saure Wochen - Frohe Feste Film | Berta Böhme |
| 1950 | Semmelweis – Retter der Mütter Film | |
| 1948 | Und wieder 48 Film | Frau Jandrek |
| 1948 | Grube Morgenrot Film | Frau Rothkegel |
| 1948 | Straßenbekanntschaft Film | |
| 1947 | Ehe im Schatten Film | |
| 1946 | Irgendwo in Berlin Film | Frau Steidel |
| 1936 | Борцы Film | Fritz Lemke's Mother |
| 1933 | Eine Stadt steht kopf Film | Lehrerin |
| 1931 | M - Eine Stadt sucht einen Mörder Film | Woman (uncredited) |