Audie Murphy

Schauspiel

Audie Murphy

Geboren
Gestorben
(im Alter von 45)
Geburtsort
Kingston, Texas, USA
Mitwirkende
54 Titel

Biografie

Audie Leon Murphy war der höchstdekorierte US-Soldat des Zweiten Weltkriegs. Im Anschluss daran betätigte er sich als Filmschauspieler und Songwriter. In den 1950er und 1960er Jahren verbuchte er Erfolge als Darsteller in Western und Abenteuerfilmen.

Murphy erhielt jede militärische Auszeichnung, die sein Land für Armeeangehörige zu vergeben hatte, einige davon sogar mehrmals – insgesamt waren es 33 Auszeichnungen und Medaillen; unter anderem war er Träger der Medal of Honor. Während seiner drei Dienstjahre diente er in der 3. US-Infanteriedivision, in der er vom Private bis zum First Lieutenant aufstieg.

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 versuchte Murphy im Alter von 16 Jahren, in die Streitkräfte einzutreten, wurde aber als zu jung abgelehnt. Nach seinem 17. Geburtstag im Juni 1942 fälschte er mit Hilfe seiner Schwester Corrine sein Alter auf 18 Jahre. Er versuchte zunächst, bei den US Marines und dann bei den Fallschirmjägern angenommen zu werden, wurde aber beide Male als zu klein abgewiesen. Am 30. Juni 1942 begann er schließlich bei der US Army. Sein erster Kampfeinsatz war die Landung auf Sizilien (Operation Husky) am 10. Juli 1943. Er nahm in der Folgezeit unter anderem an Kämpfen in Italien bei Salerno (Operation Avalanche), Anzio (Schlacht von Anzio, Januar 1944) und Rom, in Südfrankreich (Operation Dragoon) und im Elsass (Brückenkopf Elsass) teil. Er wurde im Juli 1943 zum Corporal, im Dezember 1943 zum Sergeant und im Oktober 1944 zum 2nd Lieutenant befördert. Am 21. September 1945 schied er mit 20 Jahren im Rang eines First Lieutenant aus dem aktiven Dienst aus. Murphy tötete während seiner Dienstzeit mehr als 240 feindliche Soldaten und verwundete eine Vielzahl weitere oder nahm sie gefangen.

Nach dem Krieg litt Murphy unter posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Seine erste Frau, die Schauspielerin Wanda Hendrix behauptete, dass er mit einem 45er Colt unter dem Kopfkissen schlief. Bei seinen Anfällen habe er sie auch mit dieser Waffe bedroht.

Murphy setzte sich für die Belange amerikanischer Militärveteranen ein. Er engagierte sich für die Heimkehrer aus dem Koreakrieg und später aus dem Vietnamkrieg. Indem er auf seine eigene PTBS aufmerksam machte, brach er das Tabu, öffentlich über den Zusammenhang von Militäreinsätzen und daraus resultierenden möglichen psychischen Schäden, welche auch unter dem Begriff „Shell Shock“ oder „Kriegszittern“ bekannt sind, zu sprechen.

Nach Ausbruch des Koreakriegs 1950 meldete er sich zur Texas National Guard. Er verließ die Nationalgarde 1966 im Rang eines Majors.

Murphy heiratete 1949 die Schauspielerin Wanda Hendrix; die Ehe wurde 1951 geschieden. In zweiter Ehe war er mit der ehemaligen Stewardess und Militärkrankenschwester Pamela Archer verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Audie Murphy wirkte in den 25 Jahren, die er in Hollywood verbrachte, in insgesamt 44 Filmen, darunter 33 Western, mit. Als seine besten Rollen gelten die in Die rote Tapferkeitsmedaille (1951) als Soldat im Amerikanischen Bürgerkrieg, der seine Angst besiegt, und die als Rancher in dem Indianerwestern Denen man nicht vergibt (1960). Für seinen Beitrag zur Filmindustrie bekam er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der 1601 Vine Street. Murphys deutsche Synchronstimme war häufig Eckart Dux. (Quelle: Wikipedia)

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 54

JahrTitelRolle
2025 Audie Murphy, de Colmar à Hollywood Film Himself (archives)
1969 A Time for Dying Film Jesse James
1967 Gewehre zum Apachen-Paß Film Capt. Bruce Coburn
1966 Einer spielt falsch Film Mike Merrick
1966 Der Mann aus Texas Film Jess Carlin
1966 Der Colt ist das Gesetz Film Chad Lucas
1965 Goldtransport durch Arizona Film Clint Stewart
1964 Aufstand in Arizona Film Capt. Jeff Stanton
1964 Die letzte Kugel trifft Film Logan Keliher
1964 In Montana ist die Hölle los Film Clint Cooper
1963 Im Sattel ritt der Tod Film Bob 'Gif' Gifford aka Judd Tanner
1963 Der eiserne Kragen Film Chris Foster
1962 Sechs schwarze Pferde Film Ben Lane
1961 Marschbefehl zur Hölle Film Narrator - Introduction
1961 Schlacht an der Blutküste Film Craig Benson
1961 Whispering Smith TV Tom 'Whispering' Smith (26 Ep.)
1961 Die gnadenlosen Vier Film Banner Cole
1960 Sieben Wege ins Verderben Film Seven Jones
1960 Denen man nicht vergibt Film Cash Zachary
1960 Die Unerbittlichen Film Clay Santell
1959 Startime TV Howard Wilton (1 Ep.)
1959 Kampf ohne Gnade Film Matt Brown
1959 Morgen bist du dran Film Yancey
1959 Auf der Kugel stand kein Name Film John Gant
1958 Der weiße Teufel von Arkansas Film Joe Maybe
1958 Strich durch die Rechnung Film Sam Martin
1958 Vier Pfeifen Opium Film The American
1957 Suspicion TV Steve Gordon (1 Ep.)
1957 Die Uhr ist abgelaufen Film The Utica Kid
1957 Die Rose von Tokio Film Pvt. Joe Woodley
1957 Das Fort der mutigen Frauen Film Lt. Frank Hewitt
1956 Ritt in den Tod Film John Philip Clum
1956 World in My Corner Film Tommy Shea
1955 Zur Hölle und zurück Film Audie Murphy
1955 Hollywood Preview TV Self (1 Ep.)
1955 Allen in Movieland Film Self
1954 Destry räumt auf Film Tom Destry
1954 Adlerschwinge Film Gary Brannon
1954 Ritt mit dem Teufel Film Clay O'Mara
1953 Drei waren Verräter Film Jim Harvey
1953 Kolonne Süd Film Jed Sayre
1953 Mündungsfeuer Film Reb Kittredge
1953 General Electric Theater TV Tennessee (1 Ep.)
1952 Schüsse in New Mexico Film Luke Cromwell - The Silver Kid
1952 Flucht vor dem Tode Film Bill Doolin / The Cimarron Kid
1951 Die rote Tapferkeitsmedaille Film The Youth
1950 Reiter ohne Gnade Film Jesse James
1950 The Colgate Comedy Hour TV Self (1 Ep.)
1950 Sierra Film Ring Hassard
1950 Verfemt Film Billy the Kid
1950 What's My Line? TV Self (1 Ep.)
1949 Bad Boy Film Danny Lester
1948 Beyond Glory Film Cadet Thomas
1948 Texas, Brooklyn & Heaven Film Copy Boy

Filmstab 1

JahrTitelTätigkeit
1969 A Time for Dying Film Producer
ask2cinemadb fragen