Leopoldine Konstantin

Schauspiel

Leopoldine Konstantin

Geboren
Gestorben
(im Alter von 79)
Geburtsort
Brünn, Moravia, Austria-Hungary [now Brno, Czech Republic]
Mitwirkende
24 Titel

Biografie

Ihr Vater war Michel Constantin, der im Jahr 1890 als Redakteur die von Eduard Michael Kafka (Sohn von Maria Constantin) herausgegebene Moderne Dichtung betreute.

Sie nahm bei Alexander Strakosch (1846–1909), den sie kurz darauf heiratete, privaten Schauspielunterricht und debütierte 1907 bei Max Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin. Sie verkörperte Thea in Frank Wedekinds Frühlings Erwachen (1907), den Pagen in Shakespeares Romeo und Julia (1907), Perdita in Ein Wintermärchen (1908) und Puck in Ein Sommernachtstraum (1910).

Ab 1911 war sie auch an den Berliner Kammerspielen zu sehen und wurde eine bekannte Persönlichkeit der Berliner Salons. Während des Ersten Weltkrieges wechselte sie 1916 nach Wien, wo sie – bisweilen verglichen mit Helene Odilon – am Stadttheater Wien, am Theater in der Josefstadt und am Deutschen Volkstheater auftrat. Sie stellte hier typische Grande Dames dar, besonders erfolgreich war sie 1924 am Volkstheater in der Titelrolle von Friedrich Schillers Maria Stuart.

Seit 1912 wirkte sie in Stummfilmen mit, zunächst in Hauptrollen. Als sie nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend mit Nebenrollen vorliebnehmen musste, wandte sie sich einige Zeit von diesem Medium ab. 1923 erbaute sie für sich und ihren Sohn Alexander in Westerland ein Haus, 1924 heiratete sie den ungarischen Ministerialrat und Autor Géza Herczeg.

Ab 1933 nahm sie ihre Filmarbeit wieder auf, 1935 kehrte sie nach Österreich zurück. Inzwischen geschieden, emigrierte sie 1938 nach England. Nach dem Verlust ihres Sohnes bei einem Bombenangriff auf London, übersiedelte Konstantin in die USA. Da sie nur sehr schlecht Englisch sprach, musste sie sich zunächst als Fabrikarbeiterin durchschlagen, bis sie nach intensivem Sprachstudium 1946 in Alfred Hitchcocks Berüchtigt eine große Nebenrolle als besitzergreifende Mutter eines Nazi-Sympathisanten (Claude Rains) erhielt. Gefragt, warum sie trotz guter Kritiken nur diesen einen Hollywood-Film drehte, antwortete sie: „My very first part and they made me in this monster!“.

Bis 1957 wirkte Leopoldine Konstantin in drei Episoden heute weitgehend vergessener amerikanischer Fernsehserien mit. Bereits 1948 kehrte sie nach Österreich zurück, konnte an ihre früheren Erfolge jedoch nicht anknüpfen. Nur gelegentlich arbeitete sie auch an deutschen Theatern oder beteiligte sich an Lesungen für den Rundfunk.

Quelle: Wikipedia

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 24

JahrTitelRolle
1948 The Philco Television Playhouse TV Countess (1 Ep.)
1946 Berüchtigt Film Madame Sebastian
1937 Andere Welt Film Lady Brandmore
1937 Und du mein Schatz fährst mit Film Doña Juana de Villafranca
1936 Mädchenpensionat Film Fräulein Leers
1935 Frischer Wind aus Kanada Film Frau Olden
1935 Der alte und der junge König Film Königin Sophie
1934 Prinzessin Turandot Film Kaiserin
1934 Liebe dumme Mama Film Helene Burkardt
1934 Es tut sich was um Mitternacht Film Frau Dr. Wegener
1934 Früchtchen Film Maria, ihre Mutter
1933 Saison in Kairo Film Ellinor Blackwell
1920 Können Gedanken töten? Film Frau Luda
1919 Lilli Film Suse
1919 Lillis Ehe Film Suse
1918 A táncosnő Film Lola
1918 Der Volontär Film
1918 Lola Montez Film Lola Montez
1917 Eine Nacht in der Stahlkammer Film
1916 Das Wiegenlied Film Gräfin Salicz
1915 Kleine weiße Sklaven Film Luise Sanden
1914 Vater und Sohn Film
1913 Die Insel der Seligen Film Circe
1910 Sumurûn Film
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