Ernst Jacobi

Schauspiel

Ernst Jacobi

Geboren
Gestorben
(im Alter von 88)
Geburtsort
Berlin, Germany
Mitwirkende
111 Titel

Biografie

Ernst Jacobi war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler sowie Hörspiel- und Synchronsprecher.

Jacobi entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das Schauspiel und begann seine künstlerische Laufbahn beim Rundfunk, wo er als 14-Jähriger Sprechrollen beim RIAS in Berlin-Schöneberg erhielt. Nach seinem Abitur absolvierte er ab 1951 eine dreijährige Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin und studierte anschließend bei Jacques Lecoq an der Stage d’éte sur le mime in Paris und London.

Während seiner Schauspielausbildung erhielt Jacobi sein erstes Bühnenengagement am Berliner Hebbel-Theater und debütierte in Shakespeares Die lustigen Weiber von Windsor unter der Regie von Rudolf Noelte.

Jacobi startete seine Fernsehkarriere Anfang der 1950er-Jahre mit Beginn der ersten Versuchsendungen und spielte Haupt- und Nebenrollen in Stücken wie Die glücklichen Tage (1953). Zum Film kam Ernst Jacobi Ende der 1950er-Jahre und trat anfangs mit kleineren Rollen in Kinofilmen wie Hans Quests musikalischer Komödie Die große Chance (1957) und Gerd Oswalds Krimi Am Tag, als der Regen kam (1959) in Erscheinung. In Volker Schlöndorffs Grass-Adaption Die Blechtrommel (1979) spielte er an der Seite von David Bennent, Mario Adorf und Berta Drews die Rolle des Gauleiters Löbsack.

In den 1960er-Jahren konzentrierte Jacobi sich verstärkt auf seine Fernseharbeit und wirkte unter anderem in Literaturverfilmungen mit, darunter in Rolf Hädrichs Ost-West-Geschichte Nachruf auf Jürgen Trahnke (1962) sowie in Filmen wie Bauern, Bonzen und Bomben (1973) und Heinar Kipphardts Leben des schizophrenen Dichters Alexander März, in dem er 1975 die Titelrolle übernahm. Für seine Leistung wurde Ernst Jacobi im selben Jahr mit dem „Prix Italia“ gewürdigt. Im Jahr 1976 erhielt er für seine Interpretation des Alexander März von der Berliner Akademie der Künste den Kunstpreis Berlin.

In Eberhard Fechners preisgekröntem Zweiteiler Tadellöser & Wolff war Jacobi 1975 in der Rolle des Autors der Romanvorlage Walter Kempowski zu sehen und kommentierte die Handlung als Erzähler aus dem Off. Im Jahr 1983 spielte Jacobi Jakob Fugger in dem TV-Mehrteiler Vom Webstuhl zur Weltmacht, der die Geschichte der Augsburger Handelsdynastie erzählt. Von März bis November 2011 verkörperte er die Rolle des Konstantin von Walden in der ARD-Telenovela Rote Rosen.

Jacobi war in verschiedenen Hörbuch- und Hörspielproduktionen zu hören, z. B. Ken Folletts Die Säulen der Erde, Donna W. Cross’ Die Päpstin und als Herr Sellars in Otherland nach Tad Williams. Auch als Synchronsprecher war Jacobi tätig, so gab er z. B. Michael Moriarty als Sturmbannführer Erik Dorf in dem TV-Mehrteiler Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss seine Stimme. Er ist auch in einigen deutschen Fassungen von Disney-Filmen zu hören, etwa als die Titelfigur in Peter Pan (1953). Auch sprach er Christopher Lloyd als Doc Brown in Zurück in die Zukunft. Jacobi war in dem Film Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte (2009) als Erzähler zu hören.

Jacobi starb im Juni 2022 im Alter von 88 Jahren in Wien. (Quelle: Wikipedia)

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 111

JahrTitelRolle
2018 Schächer Film
2017 Am Abend aller Tage Film Magnus Dutt
2010 Masserberg Film Professor Heinrich
2009 Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte Film The School Teacher as an Old Man (voice)
2009 Geld.Macht.Liebe TV Friedrich Blessmann (1 Ep.)
2009 Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf Film Richter
2007 Mein alter Freund Fritz Film Prof. Hinkel
2007 Im Chaos der Gefühle Film Arzt
2006 Papa und Mama Film Prof. Hampe
2005 Mörder in Weiß - Der Tod lauert im OP Film Prof. Winkler
2005 Neue Freunde, neues Glück Film Rupert Neumann
2005 Familie Sonnenfeld TV Martin (1 Ep.)
2005 The Tree of Life Film (voice)
2003 Sams in Gefahr Film Principal Watermann
2002 Hannas Baby Film Prof. Graefe
2000 Ein Mann gibt nicht auf Film
1999 Tödliche Schatten Film
1998 Alpha Forum TV Self (1 Ep.)
1996 Hamsun Film Adolf Hitler
1996 Das Siegel des Todes Film Marcus Noah
1996 Sperling TV Lichblau (1 Ep.)
1996 Zerrissene Herzen Film Kramer
1995 Girl friends – Freundschaft mit Herz TV Dr. Ahlbaum (1 Ep.)
1995 Die Grube Film Friedrich W. Liebe
1995 Roula - Dunkle Geheimnisse Film Sievers
1995 Pakten Film Leonard Haas
1995 Tödliches Geld Film Monsignore Francis Belmont
1994 Der Nachlaß Film
1994 Von Frau zu Frau: Die Sammlerin Film Dr. Nesselhoff
1994 Einmal Macht und zurück - Engholms Fall Film
1994 Faust TV Weishaupt (1 Ep.)
1993 Tre passi nel delitto - Delitti Imperfetti Film Professor Andrea Negrini
1993 Je m'appelle Victor Film Milos
1993 Morlock TV Drebkod (1 Ep.)
1991 Tote Briefe Film
1991 Erfolg Film Dr. Siegbert Geier
1990 Café Meineid TV Pfarrer Zock (1 Ep.)
1989 Bastard TV Vandenberg (3 Ep.)
1989 Peter Strohm TV (1 Ep.)
1989 Wie du mir.. Film Richard Richardson
1988 Der Zug Film
1988 Anwalt Abel TV Feicht (1 Ep.)
1988 Ede und das Kind Film Gottfreid Jahnke
1987 Eine geschlossene Gesellschaft Film Bernhard Hürfeld
1983 Vom Webstuhl zur Weltmacht TV Fugger der Reiche (6 Ep.)
1982 Frau Jenny Treibel Film Professor Willibald Schmidt
1982 Krimistunde TV (1 Ep.)
1981 Sommergäste Film Salimov Jakov Petrovic
1980 Deutschland bleiche Mutter Film Hans
1979 Der Mörder Film Frans
1979 Die große Flatter TV (3 Ep.)
1979 Die Blechtrommel Film Löbsack
1979 Vor Sonnenaufgang Film Loth
1978 SOKO München TV Victor Schreiber (1 Ep.)
1978 Die Geburtstagsfeier Film Goldberg
1977 Der Alte TV Friedrich Wallberg, Harry Wolgast, Herbert Walser (1 Ep.)
1976 Sonntagsgeschichten Film Guest
1976 Der Hofmeister Film Läuffer
1975 Das Leben des schizophrenen Dichters Alexander März Film Alexander März
1975 Die Gewehre der Frau Carrar Film Padre
ask2cinemadb fragen