Jutta Hoffmann

Schauspiel

Jutta Hoffmann

Geboren
(Alter 85)
Geburtsort
Halle (Saale)
Mitwirkende
50 Titel

Biografie

Im Haus Friedrichstraße 8 in Ammendorf wurde sie als erstes Kind von Alice und Erich Hoffmann geboren und wuchs zusammen mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Sabine auch in diesem Hause auf. Während der Schulzeit war sie Mitglied der Laienspielgruppe der Buna-Werke in Schkopau. Nach dem Abitur in Merseburg studierte sie 1959 bis 1962 an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Bereits 1960 erhielt sie ihre erste Filmrolle in dem DEFA-Film Das Rabauken-Kabarett und debütierte auch als Theaterschauspielerin in Und das am Heiligabend am Berliner Maxim-Gorki-Theater, dem sie bis 1973 angehörte.

Anfang der 1980er Jahre verließ sie die DDR und stand in der Bundesrepublik Deutschland unter anderem im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf der Theaterbühne. Vor allem ihre Arbeiten mit Peter Zadek machten sie dem westdeutschen Theaterpublikum bekannt. Ihre größten Erfolge feierte sie mit Peter Zadek am Theater wie bei Lorcas Yerma (für die sie von der Zeitschrift Theater heute zur „Schauspielerin des Jahres“ gekürt wurde). Auf der Leinwand feierte sie in der DDR in Egon Günthers Film Lotte in Weimar an der Seite von Lilli Palmer oder in der Arnold Zweig-Verfilmung Junge Frau von 1914 ebenso Erfolge wie als Lämmchen in der Fernsehverfilmung von Hans Falladas Kleiner Mann – was nun?. Mit Egon Günthers Kinofilm Der Dritte (1972), der auf den Filmfestivals in Karlsbad und in Venedig (Darstellerpreis der FIPRESCI-Jury als Beste Schauspielerin) ausgezeichnet wurde, erlangte sie internationalen Ruhm und konnte bei der Biennale den FIPRESCI-Preis als beste Schauspielerin für die Darstellung der Margit Flieser entgegennehmen; die DDR ehrte ihre Künstlerin mit dem „Nationalpreis“. Im selben Jahr erhielt Hoffmann den Deutschen Kritikerpreis. Eine weitere Zusammenarbeit mit Egon Günther hatte sie in dem Film Die Schlüssel (1972), der wegen der heiklen Thematik mit einem Aufführungsverbot belegt wurde. Die Ausgrenzung aus dem parteitreuen DDR-Kunstbetrieb spiegelt sich in Filmen wie Herrmann Zschoches Karla, der 1965 verboten wurde, oder später in Das Versteck mit Manfred Krug (1977).

Von 1993 bis 2006 arbeitete sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg als Professorin für darstellende Kunst. Während dieser Zeit unterrichtete sie unter anderem Marie Bäumer, Bibiana Beglau und Marc Hosemann.

2005 wurde Hoffmann von der DEFA-Stiftung für ihre Verdienste um den deutschen Film geehrt. Aus Anlass ihres 70. Geburtstags widmete ihr das Filmmuseum Potsdam eine Ausstellung. Seit 12. April 2011 hat Jutta Hoffmann einen Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin.

Jutta Hoffmann war in erster Ehe mit dem Regisseur Herrmann Zschoche und ist jetzt mit dem österreichischen Schauspieler und Regisseur Nikolaus Haenel verheiratet. Sie hat zwei Kinder und lebt in Potsdam. (Wikipedia)

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 50

JahrTitelRolle
2020 Julka und Julie Film
2016 Ein Teil von uns Film Irene
2012 Aus Liebe zu Dir Film Ältere Frau
2009 SOKO Stuttgart TV Thekla Dorn (1 Ep.)
2008 Die Frau aus dem Meer Film Margit
2007 An die Grenze Film Großmutter
2003 Der alte Affe Angst Film Marie's Mother
2002 Alle Gefühle glauben an einen glücklichen Ausgang Film Self
1997 Bandits Film Marie
1993 Bella Block TV Franziska Schmahl (1 Ep.)
1993 Motzki TV Edith Rosenthal (13 Ep.)
1991 DAS! TV Self (1 Ep.)
1990 Ach, Boris... Film Clara
1990 Der zerbrochene Krug Film Brigitte
1985 Torquato Tasso Film
1985 Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit Film Gertrud Meinecke
1984 Die Zeit der Einsamkeit Film
1983 Telestar TV Self (1 Ep.)
1982 Stella Film Stella
1980 Hedda Gabler Film Hedda Gabler
1979 Die Rache des Kapitäns Mitchell Film Gloria Mitchell
1979 Blauvogel Film Mildred Ruster
1979 Abschied vom Frieden TV Ottilie Rankl (3 Ep.)
1978 Fleur Lafontaine Film Lotti Goldner
1978 Geschlossene Gesellschaft Film Ellen
1978 Das Versteck Film Wanda Brink
1978 Ursula Film Schnurrenbergerin
1975 Lotte in Weimar Film Adele Schopenhauer
1974 Die Schlüssel Film Ric
1972 Der Dritte Film Margit
1972 Trotz alledem! Film Käthe Schreiner
1971 Polizeiruf 110 TV Wanda Rosenbaum (4 Ep.)
1971 Anlauf Film Rita Kowalski
1970 Dr. med. Sommer II Film Gunkel
1970 Junge Frau von 1914 Film Leonore Wahl
1970 Junge Frau von 1914 TV Leonore Wahl (2 Ep.)
1969 Weite Straßen - stille Liebe Film Johanna
1969 Zeit zu leben Film Katja Sommer
1967 Kleiner Mann – was nun? TV Lämmchen (2 Ep.)
1966 Wenn du groß bist, lieber Adam Film
1965 Denk bloß nicht, ich heule Film Uschi
1965 Solange Leben in mir ist Film Käthe Schreiner
1965 Engel im Fegefeuer Film Nelly
1965 Karla Film Karla
1964 Grimme-Preis TV Self (1 Ep.)
1963 Julia lebt Film Penny Berger
1963 Koffer mit Dynamit Film Toni Halbe - German student
1962 Ärzte Film
1961 Das Rabauken-Kabarett Film
1951 Deutscher Filmpreis TV Self (1 Ep.)
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