Rolf Herricht

Schauspiel

Rolf Herricht

Geboren
Gestorben
(im Alter von 53)
Geburtsort
Magdeburg, Germany
Mitwirkende
42 Titel

Biografie

Seine Kindheit verbrachte Rolf Herricht in Magdeburg. Nach kurzem Fronteinsatz im Zweiten Weltkrieg als Flakhelfer und nach dem Ablegen des Notabiturs wurde er im Alter von 18 Jahren Requisiteur und Inspizient am Magdeburger Theater. Zugleich absolvierte er eine private Schauspielausbildung am Schauspielstudio. Als Schauspieler war er zunächst an Theatern in Salzwedel, Stendal, Staßfurt, Güstrow und Frankfurt (Oder) am dortigen Kleist-Theater tätig. Der Intendant des Magdeburger Theaters, Heinz Isterheil, holte Herricht nach Magdeburg zurück, wo er von 1957 bis 1961 tätig war. Bekannt wurde er jedoch vor allem als Schauspieler in diversen Film- und Fernsehproduktionen der DEFA. Herricht gehörte zum Ensemble des Fernsehens der DDR. Ab 1964 war er am Metropol-Theater Berlin engagiert.

Herricht erlangte in der DDR eine enorme Popularität durch die Sketchpartnerschaft mit Hans-Joachim Preil. Getroffen hatten sich die beiden erstmals 1951 in Bernburg, ihr erster gemeinsam aufgeführter Sketch (Die Schachpartie) folgte 1953. Bis zu Herrichts Tod 1981 führten Herricht und Preil fast drei Jahrzehnte lang gemeinsam Sketche auf, die Preil schrieb. Preil selbst übernahm die belehrende Rolle und Herricht spielte den Naiven, dessen empörter Einwurf „Aber, Herr Preil!“ geradezu legendär wurde. Herricht und Preil waren ein beliebtes Komikerduo der DDR.

In der DFF-Revue Abends im Rampenlicht (1981) war er neben Dorit Gäbler, Lili Ivanova und Helena Vondráčková zu erleben.

Herricht erhielt zweimal den Kunstpreis der DDR, am 17. Mai 1973 und am 13. Mai 1977.

Eine weitere Sketchpartnerschaft, die zu einer Legende wurde, ist die zwischen Herricht und Helga Hahnemann. Vor allem als Paar in den Maxe-Baumann-Fernseh-Spielen und in Zusammenarbeiten bei Ein Kessel Buntes und bei Helgas Top(p)-Musike waren beide sehr beliebt.

Eine noch intensivere Zusammenarbeit verhinderte Herrichts früher Tod. Rolf Herricht war Kettenraucher und starb im Alter von 53 Jahren während einer Aufführung von Kiss Me, Kate am Berliner Metropol-Theater auf der Bühne an einem Herzanfall. Seine letzte Ruhestätte (Grab-Nr. F-1-40) fand Herricht auf dem Französischen Friedhof in Berlin. (Quelle: Wikipedia)

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 42

JahrTitelRolle
2004 Das waren Wir - Die besten Sketche Film Komiker
1980 Der Baulöwe Film Ralf Keul
1979 Rentner haben niemals Zeit TV Herr Locke, Friseurmeister (20 Ep.)
1978 Ein Hahn im Korb Film Egon Klemmer
1977 Du und icke und Berlin Film Harald Pfitzner
1977 Urlaub nach Prospekt Film Gerd Roloff
1977 Umwege ins Glück Film Alfons Ziesecke
1977 Der rasende Roland Film Alfons Brünau
1977 DEFA Disko 77 Film Paul Süßmilch
1976 Maxe Baumann TV Ferdinand Holz (8 Ep.)
1976 Frauen sind Männersache Film Norbert Reuter
1976 Keine Hochzeit ohne Ernst Film Jack Worthing
1976 Heute Ruhetag ! Film Nikolaus Plaschke
1974 Alle Haare wieder Film Rolf Spärlich
1974 Schultze mit tz Film Peter Schultze
1974 Ein gewisser Katulla Film Katulla
1973 Nicht schummeln, Liebling! Film Kulturrat Eduard Groß
1972 Schwarzer Zwieback Film Rüschi
1972 Der Mann, der nach der Oma kam Film Günter Piesold
1972 Ein Kessel Buntes TV Self (3 Ep.)
1971 Husaren in Berlin Film Augustin
1970 Ein Jahr voll Musik Film Rolf, Fotoreporter
1969 Der Weihnachtsmann heißt Willi Film Weihnachtsmann Willi
1969 Seine Hoheit – Genosse Prinz Film Bruno, der Maler
1969 Mit mir nicht, Madam! Film Hasselhuhn
1969 Tolle Tage Film Rolf Hurtig
1968 12 Uhr mittags kommt der Boss Film Leutnant Kunze
1968 Hauptmann Florian von der Mühle Film Amadeus
1967 Meine Freundin Sybille Film Reiseleiter Hurtig
1966 Hände hoch oder ich schieße Film Holms
1965 Nichts als Sünde Film Fernsehreporter
1965 Der Reserveheld Film Ralf Horricht
1964 Geliebte weiße Maus Film Fritz Bachmann
1963 For Eyes Only - Streng geheim Film Max
1963 Nur ein Märchen Film Narrator
1962 Was halten Sie von Musik? Film
1962 Auf der Sonnenseite Film
1961 A, B oder C TV Self (1 Ep.)
1960 Seilergasse 8 Film Kurt Lisowski
1959 Musterknaben Film Edwin Schüch
1959 Bevor der Blitz einschlägt Film 2. Lokomotivbauer
1959 Wie die Wilden Film Kolja
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