Willi Schaeffers

Schauspiel

Willi Schaeffers

Geboren
Gestorben
(im Alter von 77)
Geburtsort
Landsberg an der Warthe, Germany [now Gorzów Wielkopolski, Lubuskie, Poland]
Mitwirkende
45 Titel

Biografie

Willi Schaeffers (* 2. September 1884 in Landsberg an der Warthe, Provinz Brandenburg; † 10. August 1962 in München; auch: Willi Schäffers und Schäfers) war ein deutscher Kabarettist, Conférencier, Kabarettleiter und Schauspieler. Er wirkte in über 40 Filmen mit.

Der Sohn eines Journalisten wuchs in Berlin auf und besuchte das Realgymnasium in Seesen, wo er bereits im Alter von 15 Jahren ein Schüler-Kabarett inszenierte. 1902 trat er erstmals an Wanderbühnen in Ostpreußen und Schlesien auf. Er war Schüler an der Schauspielschule des Düsseldorfer Schauspielhauses bei Louise Dumont und wurde Ensemblemitglied des Stadttheaters Posen. Schaeffers Begegnung mit dem Kabarettisten Rudolf Nelson führte zu einer 17 Jahre andauernden Verbundenheit.

Zu dieser Zeit begann Schaeffers, der ab 1909 in Berlin lebte, als Kabarettist aufzutreten. Gastauftritte führten ihn nach Hamburg und München. 1910 kam er zum Stummfilm. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat. Nach einer Verwundung betätigte er sich als Unterhaltungskünstler in Lazaretten und Kasernen.

Gleich nach dem Ersten Weltkrieg erschien er wieder auf den Berliner Bühnen. Vor allem in Operetten und Revuen hatte er zahlreiche Auftritte. 1928 erhielt er den Harry Lamberts-Paulsen Ring. Besonders bekannt wurden seine Darbietungen als Conférencier im Kabarett der Komiker, dessen Direktor er von 1938 bis 1944 war. Im ersten deutschen Tonfilm Die Nacht gehört uns von 1929 war er in einer Chargenrolle besetzt, was symptomatisch für seine Filmrollen war.

Grabstein von Willi Schaeffers auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend

In der NS-Zeit verhielt er sich opportunistisch. Ob er als reiner Mitläufer oder als regelrechter Sympathisant der Nazis zu bezeichnen ist, steht zur Debatte. So trat er z. B. 1936 im vom Fernsehsender Paul Nipkow ausgestrahlten Programm mit einem ausgesprochenen Propagandastück auf, in dem er von einem "Konzertlager" (als Anspielung auf Konzentrationslager) sprach, in dem Querulanten die "richtigen Flötentöne" beigebracht würden. Dabei trug er das Parteiabzeichen der NSDAP, eine Aufzeichnung der Sendung ist erhalten geblieben und wird gelegentlich in Dokumentationen zum Fernsehen im Dritten Reich gezeigt.

In verschiedenen Spielfilmen übernahm Schaeffers kleine Nebenrollen. Seine Spezialität war die Karikierung von Wichtigtuern und Besserwissern bis hin zum Kaiser von China in Prinzessin Turandot. Stärker im Mittelpunkt stand er bei einigen Kurzspielfilmen, die im Vorprogramm gezeigt wurden.

Sein Sohn Peter wurde Produzent und Musikverleger.

Willi Schaeffers starb am 10. August 1962 im Alter von 77 Jahren in einem Münchener Krankenhaus an einem Hirnschlag.

Quelle: Wikipedia

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 44

JahrTitelRolle
1957 Die große Chance Film Theo Janicke
1957 Das Glück liegt auf der Straße Film
1953 Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein Film
1953 Schlagerparade Film Direktor Wallner
1949 Diese Nacht vergess ich nie Film Hugo Morall
1949 Anonyme Briefe Film
1938 Der Fall Deruga Film Privatdetektiv
1938 Rote Orchideen Film Schlafwagenschaffner
1938 Narren im Schnee Film Professor Konstantin
1938 Es leuchten die Sterne Film
1938 Das Ehesanatorium Film Dr. Nottebohm
1938 Monika Film Film Director
1938 Das Geheimnis um Betty Bonn Film Kapitän Convey
1937 Der Lachdoktor Film Professor Behring
1937 Brillanten Film Juwelier Huitten
1937 Menschen ohne Vaterland Film Soykas - Landesrat
1936 Das Schloß in Flandern Film Gast
1936 Männer vor der Ehe Film
1936 Der verkannte Lebemann Film Ein dicker Herr
1936 Familienparade Film Johannsen
1936 Die lustigen Weiber Film Friedensrichter
1935 Im weißen Rößl Film Giesecke, Trikotagenfabrikant
1935 Der mutige Seefahrer Film
1935 Wenn die Musik nicht wär Film Konsul Burmeester
1935 Alles weg’n dem Hund Film Pilzer
1935 Alle Tage ist kein Sonntag Film Dr. Marr
1934 Prinzessin Turandot Film Kaiser
1934 Ein Kind, ein Hund, ein Vagabund Film Baron von Rehberg - ihr Vater
1934 Ich heirate meine Frau Film Dr. Hindorf
1934 Da stimmt was nicht Film Hotelgast
1934 Jede Frau hat ein Geheimnis Film
1934 Fräulein Liselott Film
1934 Spiel mit dem Feuer Film Gründlich, Schriftsteller
1934 Ich tanke, Herr Franke Film Direktor Fink
1934 Der kühne Schwimmer Film
1934 Was bin ich ohne Dich Film Schwanke, Gerichtsvollzieher
1934 Der schwarze Walfisch Film Bruns
1933 Gutgehendes Geschäft zu verkaufen… Film
1932 Kiki Film Arzt
1932 Peter Voss, der Millionendieb Film Arab
1931 Gassenhauer Film
1929 Und Nelson spielt Film
1920 Der Reigen - Ein Werdegang Film
1919 Die Nacht des Grauens Film

Filmstab 1

JahrTitelTätigkeit
1921 Cocain Film Director
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