Witta Pohl

Schauspiel

Witta Pohl

Geboren
Gestorben
(im Alter von 73)
Mitwirkende
78 Titel

Biografie

Die Tochter des Gynäkologen Wilhelm Breipohl und dessen Ehefrau Marie-Luise wuchs ab 1941 mit fünf Geschwistern in Bielefeld auf. Der Vater war zuletzt an der Universitätsfrauenklinik Berlin beschäftigt und wurde in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs von sowjetischen Soldaten erschossen. Die Familie lebte daraufhin in ärmlichen Verhältnissen in Westfalen.Pohl ließ sich als Kosmetikerin ausbilden. Schauspielunterricht nahm sie bei Herma Clement in Berlin.

Ein erstes Theaterengagement führte Witta Pohl 1957 ans Staatstheater in Kassel, wo sie die Titelrolle in Frances Goodrichs und Albert Hacketts Das Tagebuch der Anne Frank übernahm. Weitere Engagements führten sie unter anderem an die Münchner Kammerspiele, die Braunschweiger und Darmstädter Bühnen sowie an das Schauspielhaus Zürich. 1960 erhielt sie anlässlich ihrer Darstellung der Hermia in der Shakespeare-Komödie Ein Sommernachtstraum bei den Bad Hersfelder Festspielen den Jungschauspielerinnen-Preis der Stadt. Von 1965 bis 1973 gehörte Pohl dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an. Danach war sie unter anderem am Ernst-Deutsch-Theater, den Hamburger Kammerspielen und erneut bei den Bad Hersfelder Festspielen zu sehen.

Ihr Fernsehdebüt gab sie 1960 in Das Floß der Medusa und wirkte seitdem in über vierzig Fernsehproduktionen mit. Bundesweit bekannt wurde sie 1983 in der Rolle der resoluten Vera Drombusch in Robert Strombergers Familienserie Diese Drombuschs, die überaus erfolgreich bis 1994 fortgesetzt wurde. In der Krimireihe Schwarz Rot Gold spielte sie in vier Folgen die Ehefrau des Zollfahnders Zaluskowski. Außerdem übernahm sie Gastrollen in Der Alte, Tatort und weiteren Fernsehserien.

Witta Pohl war in erster Ehe mit Karl Maldeck verheiratet. Aus der zweiten Ehe mit dem Schauspieler Charles Brauer, die von 1966 bis 1976 dauerte, gingen Zwillinge hervor. Mit Brauer stand sie 1966 in dem Fernsehfilm Geibelstraße 27 auch gemeinsam vor der Kamera. Danach war sie mit dem Zahnarzt Ekkehart Franz verheiratet.

In den 1980er Jahren übernahm die Schauspielerin Patenschaften für Kinder in Sri Lanka, auf den Malediven, in Uganda und in Polen. Für kranke Kinder organisierte sie Aufenthalte in Kliniken und Operationen. 1991 gründete sie den Hamburger Verein Kinder-Luftbrücke e. V., der sich um Sozialwaisen kümmerte. Im selben Jahr wurde sie UNESCO-Ehrenbotschafterin des Tschernobyl-Hilfsprogramms.Von dem Verein Kinderlachen wurde sie später mit dem „KIND-AWARD“ ausgezeichnet.

Witta Pohl lebte privat in der Brabandstraße in Hamburg-Alsterdorf. Der von ihr gegründete Verein Kinderluftbrücke hatte ebenfalls in der Straße seinen Hauptsitz. Nach einem Zusammenbruch im Februar 2011 wurde bei Witta Pohl Leukämie diagnostiziert. Die Schauspielerin befand sich seitdem im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in Behandlung. Am 4. April 2011 starb sie an den Folgen der Krankheit. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.

Bekanntestes Werk

Bekannt für

Schauspielerische Mitwirkung 78

JahrTitelRolle
2006 Die ProSieben Märchenstunde TV Königin Clarissa von Ehrenberg (1 Ep.)
2004 Typisch Sophie TV Schwester Helga (1 Ep.)
2004 Das Traumhotel TV Martha Seliger (1 Ep.)
2003 Menschen bei Maischberger TV Self (1 Ep.)
2001 Jenny & Co TV Tante Ellen (12 Ep.)
2000 Alle Kinder brauchen Liebe Film Anna Stolberg
2000 Menschen der Woche TV Self (1 Ep.)
1999 Beckmann TV Self (1 Ep.)
1997 Happy Birthday TV Marie Linnebrink (39 Ep.)
1995 Im Zweifel für.. TV Carla van Esken (4 Ep.)
1994 alfredissimo! Kochen mit Bio TV Self (1 Ep.)
1994 Kommissar Rex TV Erika Reichel (1 Ep.)
1992 Witta Pohl – Reisen mit Herzklopfen TV Self (6 Ep.)
1992 Der Fotograf oder Das Auge Gottes TV Dora Hansen (13 Ep.)
1991 Boulevard Bio TV Self (1 Ep.)
1990 Der Erfolg ihres Lebens TV Johanna Bredow (4 Ep.)
1990 Zeil um Zehn TV Self (1 Ep.)
1988 Michas Flucht Film Anne Aßmann
1987 Nachtcafé TV Self (1 Ep.)
1986 Großstadtrevier TV Gerlinde Beutner (1 Ep.)
1986 Das Mord-Menü Film Julia
1986 Hessische Geschichten TV Elisabeth Gerold (1 Ep.)
1985 Ein Fall für TKKG TV Lilo M. Kiechle (1 Ep.)
1985 Die Schwarzwaldklinik TV Annethilde Metzner (1 Ep.)
1985 Der Hund im Computer Film Frau Wedel
1985 Schöne Ferien TV Tanjas Mutter (1 Ep.)
1985 Ein Heim für Tiere TV Maria Zander (2 Ep.)
1985 Der Hochzeitstag Film Ulla Kranz
1984 Die Lehmanns TV Mutter Inge (13 Ep.)
1984 Goldene Kamera TV Self (2 Ep.)
1983 Diese Drombuschs TV Vera Drombusch (39 Ep.)
1983 Köberle kommt TV Annegret Herbig (12 Ep.)
1983 Uta TV Gerda (12 Ep.)
1983 Kinder unseres Volkes Film Mutter Henk
1982 Schwarz Rot Gold TV Elke Zaluskowski (2 Ep.)
1982 Desperado City Film Gertrud
1982 Der Zubringer Film Frau Müller
1982 Krimistunde TV (1 Ep.)
1982 Unheimliche Geschichten TV (1 Ep.)
1982 Einfach Lamprecht TV Barbara Lamprecht (13 Ep.)
1981 Das Traumschiff TV Olga, Mrs. Koll (1 Ep.)
1981 Die Laurents TV Caroline Laurent (10 Ep.)
1981 Kudenow oder An fremden Wassern weinen TV Mutter Marenke (2 Ep.)
1981 Frau über vierzig TV (12 Ep.)
1981 Ja und Nein Film Helga
1981 Wetten, dass..? TV Self (2 Ep.)
1980 Der Urlaub Film Lotti Riehl
1980 Ein Mann von gestern Film Johanna Winter
1979 St. Pauli-Landungsbrücken TV (2 Ep.)
1979 Phantasten Film Frau Hammerich
1979 Der Führerschein Film Lotti Riehl
1979 Der Abschlußtag Film Änne
1978 Der Geist der Mirabelle Film Ute Marie
1978 Ausgerissen! Was nun? TV Frau Strack (1 Ep.)
1978 Kinderparty Film Polly
1978 Wo geht's lang, Kutti? Film Berufsberaterin
1978 Dr. Katzenbergers Badereise Film
1977 Die Dämonen TV Anna I. Schatowa (2 Ep.)
1977 Gruppenbild mit Dame Film Oberin
1977 Der Alte TV Karin Bertram, Gerti Mertz, Elisabeth Wißling, Hilda Gust (1 Ep.)
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